Seite 26 ......Herbst 2010

Was soll ich sagen, lange hat sich hier nichts mehr getan! Ich weiß das. Oftmals ist im Leben der Privatbereich so dominant, daß nur noch "Dienst nach Vorschrift" gemacht werden kann und die eigenen Ideen zurück gestellt werden müssen. Die Zeiten sind überwunden, und so tut sich hier auch wieder etwas!

Der Hunger nach Leistung, war ja schon seit Langem vorhanden. Das Kompressorprojekt erschien mir zu aufwändig und ich war auf zu viele Andere angewiesen. So entschloß ich mich im vorigen Jahr, einen Umbau auf ein Turboaggregat zu planen. Zuverlässig funktioniert der Calibra Turbo Motor C20LET. Ein guter Freund, Dieter J. der einen überaus reichhaltigen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet hat, sicherte seine Unterstützung zu! Das gab mir erst den Mut das Projekt an zu gehen, da mein Zeitrahmen bekanntermaßen sehr eng gesteckt ist.  So kam es, daß ich im Oktober 2010 einen Calibra Turbo, ganz in der Nähe fand. Auch Dieter, entdeckte Ihn auf mobile.de fast zeitgleich und so besichtigten wir den Herzspender noch am gleichen Abend. Einige Tage später überführte ich Ihn auf eigener Achse zu mir und wieder einige Tage später wurde er von Dieter und mir seines Herzens beraubt.

Der Rest war schon kurze Zeit später, über Mundpropaganda, nach Österreich weiter verkauft.

Das neue Herz mußte natürlich gewaschen, teilzerlegt und neu lackiert werden.

AP-Pleullagerschrauben wurden verbaut, ebenso wie neue Zahnriemen, Spannrollen, Wasserpumpe, Zündkabel, Verteilerfinger und Kappe.

Säubern des Kopfinnenlebens:

Da ich ein MT75-Getriebe eingebaut hatte, aber nur für das Typ 9 Getriebe eine Adapterglocke Opel/Ford zu haben ist, mußte auch dieses weichen. Bei Bitzani KFZ-Technik wurde ich fündig und die Getriebeglocke besorgte ich über Freunde direkt in England. 

Das Widerlager des Ausrückhebels habe ich aus einer Schraube selbst gebaut:

Beim Kauf der Glocke passierte die erste Panne. Ich hatte ein Typ 9 Getriebe mit langer Eingangswelle und bestellt wurde die kurze (15cm) Glocke. Also mußte eine Adapterplatte her, welche mir von Winfried Breidenstein CNC Technik (Vielen Dank an dieser Stelle) nach eigener Zeichnung, aus einem 20mm dicken Alustück,  angefertigt wurde. Winni, selbst mit seinen Caterham sehr erfolgreich im Slalom unterwegs, ließ es sich nicht nehmen, mein Problem innerhalb von 2 Tagen zu beheben!!

Warnhinweis: Wer so eine Adapterplatte nachbaut, sollte darauf achten, daß das Loch für die Schaltwelle groß genug bemessen ist und es darf keine Sackbohrung sein, da die Welle beim Einlegen der Gänge 2 und 4 mehr als 20mm aus dem Getriebe heraus schaut! Ich habe das alles mißachtet und so mußte ich, nach der ersten Probefahrt, bei der sich die angesprochenen Gänge nicht haben einlegen lassen, den Motor 2 mal aus- und einbauen, bis es endlich funktioniert hat!

Nachfolgend einmal ein Größenvergleich der beiden Getriebe (jeweils oben MT75):


Eine Gewichtsbilanz darf natürlich bei mir nicht fehlen:

Getriebe Gewicht mit Glocke, Ausrücklager und Hebel Kandanwellengewicht Gesamt
MT75 33,0 kg 7,8 kg 41,7 kg
Typ9 (5 Gang) 39,4 kg 4,1 kg 43,5 kg

1,8 kg Gewichtszuwachs muß ich also hinnehmen!

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